| Vor 150 Jahren gründete Johann Georg Pfister die hiesige Brauerei. Dies soll Grund für einen kleinen Rückblick sein: Der Brauereigründer wurde 1826 in Schirnaidel geboren und erlernte bei seinem Onkel Seubert in Eggolsheim das Brauhandwerk. Am 5. März 1848 heiratete er die Wirtstochter Magdalena Betz, und "er begann sofort mit der Braunbierbrauerei", wie alte Familienaufzeichnungen berichten. So wurde der Tag seiner Hochzeit gleichzeitig zum Gründungsdatum der Brauerei. Die eingemeißelten Jahreszahlen 1848 über dem alten Brauereieingang und im Eckstein des "Weißen Kellers" sind weitere Zeugen dafür. Damit wurde aus der seit dem Jahre 1612 nachgewiesenen "Schenke" eine Brauerei. Nach einigen Brauversuchen und dem Lösen von Kühlproblemen
fand er bald das richtige Rezept. Die noch vorhandene Konzession, ausgestellt Nach dem Ableben des Brauereigründers 1891 folgte ihm sein Sohn Michael nach, und nach dessen Tod 1910 übernahm sein Sohn Joh. Baptist Brauerei und Hof. Sein Nachfolger wurde 1962 sein Sohn Josef. Seit 1994 wird der Gasthof von seinen Kindern Stefan und Elisabeth weitergeführt. Die bewußte Ausweitung vom früheren Dorfwirtshaus zum Gastronomiebetrieb mit Fremdenverkehr verlangte natürlich nach Erweiterungen und Modernisierungen. Die Einrichtung einer Kühlung 1940 machte von den Lagerkellern unabhängig und ermöglichte das Brauen auch in der Sommerzeit. Der Bierausstoß von 200 hl im Jahre 1900, stieg 1950 auf 300 hl, erreichte 1976 die 1000 hl-Grenze und konnte nun auf 1700 hl erhöht werden. Zur Umsatzsteigerung trugen die Erweiterung der Gasträume 1972 und die Schaffung von 40 Fremdenbetten 1980 bei. Die 1954 aufgenommene Flaschenabfüllung wurde 1982 durch eine vollautomatische Abfüllanlage der gestiegenen Nachfrage angepaßt. Der Brauereiumbau 1969 und die Schaffung eines größeren Lagerkellers 1962 mit Aufgabe der bisherigen eigenen Malzgewinnung waren Grundlagen für die weitere Expansion. Bedingt durch die Ausweitung des Gastronomiebetriebes mußte die Landwirtschaft aufgegeben werden. Die letzte Milchkuh verließ 1966 den Stall. Das im Dezember 1985 eingeführte Brauen von Bockbier und die seit Juli 1986 durch Sohn Stefan eingeführte Herstellung von Weißbier führten zu einer Ausweitung des Sortiments. Mit einer Modernisierung der Küche, die wesentlich zur Aufwärtsentwicklung beigetragen hat, sind nun im Sinne des Brauereigründers alle Voraussetzungen für einen modernen Gastronomiebetrieb der heutigen Zeit geschaffen. |